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Eine Heizung, die auch Strom erzeugt

In konventionellen Kraftwerken (dazu zählen auch Nuklear-Kraftwerke) wird nur elektrischer Strom erzeugt. Der Wirkungsgrad liegt bei ca. 35 Prozent der eingesetzten Energie. Der Rest ist Abwärme, die ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird. Im Gegensatz dazu wird in Heizkraftwerken die hohe Wärmeentwicklung bei der Stromerzeugung genutzt. Dadurch erhöht sich der Gesamtwirkungsgrad auf bis zu 90 Prozent.

Blockheizkraftwerke (BHKWs) bieten sich überall dort an, wo der Bedarf an Strom und Wärme möglichst zeitgleich auftritt. In größeren Leistungsbereichen werden bereits eine Vielzahl von BHKW-Anlagen betrieben. Bei kleineren Leistungen werden seit einiger Zeit ebenfalls kompakte, anschlussfertige Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen angeboten (Mini-BHKWs).

Aufbau und Funktion

Ein Motor, mit Erdgas, Flüssiggas, Diesel oder Rapsöl betrieben, treibt einen Generator an, der elektrische Enegie erzeugt. Hierbei wird die üblicherweise im Motor, im Generator und im Abgas anfallende Wärme nicht wie bei koneventionellen Kraftwerken vernichtet, sondern über Wärmetauscher zur häuslichen Wärmeversorgung (Heizung und Warmwasser) verwendet. Dadurch wird die Grundlast des Wärmebedarfs gedeckt. Der Spitzenbedarf wird mit einen normalen Heizkessel abgedeckt. Die Abgase des BHKWs werden direkt ins Freie geleitet. Der im BHKW erzeugte Strom sollte im Gebäude selbst genutzt werden.

Einsatzbereiche

Die Dimensionierung sollte so gelöst sein, dass die thermische Leistung des BHKWs ungefähr 20 Prozent des Gebäudewärmebedarfs entspricht. Besonders geeignet sind Objekte, die einen permanenten Wärmebedarf über das ganze Jahr haben.
Beispiele: Hotels und Restaurants, Sport- und Freizeitanlagen, Metzgereien und Autohäuser, Schulen und Krankenhäuser, Nahwärmeversogungssysteme.

Emissionsbilanz BHKW

In der Regel werden die Grenzwerte der TA-Luft um mehr als 50 Prozent unterschritten. Durch den hohen Gesamtwirkungsgrad gegenüber der konventionellen Stromerzeugung und der sehr guten Brennstoffausnutzung tragen Blockheizkraftwerke erheblich dazu bei, die Umweltbelastung bis zum Jahr 2005 um 25 Prozent zu senken.

Wirtschaftlichkeit

Was die Rentabilität angeht, gilt grundsätzlich: Ein BHKW lohnt sich überall dort, wo teuerer Strom durch billigeren aus eigener Produktion ersetzt und die daraus entstehende Wärme voll ausgenützt werden kann. Die Anlage amortisiert sich innerhalb von drei bis fünf Jahren.

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