Welche Immobilie darf es sein?
Bau- und Kaufwillige können unter folgenden Möglichkeiten wählen:
Eigentumswohnung, Fertighaus oder Kauf eines schlüsselfertigen Hauses
vom Bauträger, Althauskauf oder das "selbstgebaute" Haus
mit dem Architekten. Wofür auch immer sich der Bauherr/Käufer
entscheidet, alle Varianten haben ihre speziellen Vor- und Nachteile.
Wichtig für den Käufer sind neben den Anschaffungs- bzw. Baukosten
mit möglichst garantierten Preisen die laufenden Ausgaben, die sich
aus dem Betrieb des Gebäudes ergeben. Immer wichtiger wird dabei
eine möglichst gute Schall- und Wärmedämmung.
Dieser Punkt wird - das zeigt die Erfahrung - bei Verhandlungen mit Mietern
immer bedeutsamer. Auch die Einschätzung des Wertzuwachses spielt
eine wichtige Rolle sowie der Wiederverkaufswert.
Die Vorteile des Fertighauses sind: Feste
Preise, feste Termine und kurze Bauzeit. Letztlich kommt es aber sowohl
hier als auch bei den konventionell hergestellten Gebäuden auf Hausform
und Haustyp, die Art der Unterkellerung, die Dachform und die Hausgröße
an, natürlich auch auf die verwendeten Materialien.
Gründliche Recherchen und Berechnungen
mit Hilfe von versierten Fachleuten sind deshalb unerlässlich. Das
gilt auch für das Grundstück. Zu prüfen sind in diesem
Zusammenhang unter anderem die Lage, die maximale Entfernung zum Arbeitsplatz/Schule,
erforderliche Verkehrsmittel und die Infrastruktur mit möglichst
kurzen Wegen zu allen öffentlichen Einrichtungen und Erholungsstätten.
Ferner sind die Nachbarn (Singles, Familien mit Kindern, ältere Leute,
ruhige oder kontaktfreudige Nachbarn) zu beachten sowie der nutzbare Garten
und der Stellplatz. Je nachdem, wie einzelne Punkte bewertet werden, zeigt
sich das in Aussicht genommene Grundstück von optimal bis ungenügend.
Wer mit seinem Wunschhaus voraussichtlich in finanzielle Schwierigkeiten
kommt, sollte zunächst den Erwerb einer Gebrauchtimmobilie
ins Auge fassen. Bei Häusern ohne Modernisierungsaufwand liegt der
Preis in den meisten Fällen nicht wesentlich unter dem Neupreis -
vielleicht um 10 Prozent. Altgebäude,
die modernisiert werden müssen, sind erheblich billiger.
Es liegt in der Hand des Käufers, in welchem Umfang er Modernisierungsarbeiten
durchführen lässt. Dabei ist fachliche Beratung unerlässlich.
Der Zustand des Gebäudes sollte unbedingt vor dem Kauf zuverlässig
begutachtet werden.
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